Amazing Grace

Stars freuen sich auf „Amazing Grace“ in Münster
Diesen Schnappschuss schossen die beiden „Amazing Grace“-Hauptdarsteller Arne Stephan („John Newton“) und Silke Braas („Polly“) bei einer Probe mit Regisseurin Doris Marlis in Berlin vor wenigen Wochen. Die Drei freuen sich schon sehr auf die Aufführungen am 24. April in der Halle Münsterland – genauso wie die 800 Sängerinnen und Sänger! Die können es kaum erwarten und nutzen jede Möglichkeit, um „ihr“ Münster mit dem Gospelfieber anzustecken. Zusammen mit Musicaldarstellerin Bonita Niessen („Gospel Quartett“) begeisterten sie vergangenen Samstag die Einkaufswütigen im Münsteraner Galeria Kaufhof mit einem Flashmob und schmetterten euphorisch das „Gospelmedley“. Karten für die 14 Uhr- und die 19 Uhr-Vorstellung am 24. April in der Halle Münsterland gibt’s hier! http://www.amazing-grace.de/tickets/muenster-halle-muensterland/
 

Extremisten-Miliz in Nord-Syrien diskriminiert Christen

Die Extremisten-Miliz Islamischer Staat im Irak und in Syrien (ISIS) hat in den von ihr kontrollierten Gebieten im Norden Syriens Regeln eingeführt, die die christliche Minderheit offen diskriminieren. So müssen die Christen in der Provinz Al-Rakka eine eigene, nur für sie geltende Kopfsteuer im Gegenwert von bis zu 13 Gramm reinen Goldes bezahlen.

Ihre Gottesdienste müssen sie hinter verschlossenen Türen abhalten, Kreuze und Bibeln dürfen sie nicht in der Öffentlichkeit zur Schau stellen.

Syrische Menschenrechtsaktivisten, aber auch mit ISIS rivalisierende islamistische Milizen verurteilen die Maßnahmen scharf. „Diese Regeln sind ein Hohn. Sie sind inakzeptabel“, sagte Abu al-Fadel, ein Kommandant der Al-Kaida-nahen Al-Nusra-Front im syrischen Grenzgebiet zum Libanon, am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa am Telefon.

In der Provinzhauptstadt Al-Rakka lebten vor Ausbruch des syrischen Bürgerkriegs 350 000 Menschen, darunter etwa ein Prozent Christen. Die meisten von ihnen seien geflohen, als dort die ISIS-Milizen die Herrschaft übernommen hätten, teilten die Syrischen Menschenrechtsbeobachter in London mit.

Dpa

Verfolgt, bedroht, ermordet

Gewalt gegen Priester in Brasilien

Von Klaus Hart

 

 

In den riesigen Slums am Rande der Millionenstädte in Brasilien werden immer häufiger Geistliche umgebracht, weil ihre Seelsorge- und Sozialarbeit den Interessen des organisierten Verbrechens zuwiderläuft.

"Das Ausmaß der Gewalt, der Drogenkriminalität ist hier unglaublich hoch","

sagt der brasilianische Gemeindepriester Aecio Cordeiro da Silva in einem der über 2.600 Slums in der Megacity Sao Paulo.

""Hier begreift man, dass Brasilien von echten, signifikanten Verbesserungen noch weit entfernt ist."

"Hier gibt es Hunger und Elend, die Menschen haben Angst","

ergänzt der irische Geistliche Bernardo Daly, der sich in seiner eigenen Kirchengemeinde an der Peripherie der reichsten Stadt Lateinamerikas keineswegs frei bewegen kann.

Überall im Gassenlabyrinth zwischen den Hütten, an den Bächen voller stinkender Kloake wird man mehr oder weniger auffällig von bewaffneten Drogengangstern beäugt, die wie Feudalherren die Regeln bestimmen und sogar Ausgangssperren verhängen. Orlando Barbie zählt zu den aktiven Gemeindemitgliedern:

""Die Mafia der Drogengangster ist sehr stark, die beobachten alles und jeden – das ist einfach furchtbar. Wer wie wir von der Kirche jemanden aus dem Drogenmilieu, aus der Sucht rausholen will, wird gnadenlos verfolgt. Während die Polizei manchmal kommt, aber dann auch wieder geht, bleiben die Banditenkommandos. Sie zwingen den Bewohnern das Gesetz des Schweigens auf. Wer sich nicht unterwirft, weiß, was ihn erwartet. Leute aus unserer Oberschicht lassen sich hier nicht blicken, die wollen von all der Misere nicht wissen – aber sie erzählen aber überall in der Welt, dass es so was in Brasilien nicht gibt – besonders vor Fußball-WM und Olympischen Sommerspielen."

Orlando Barbie nennt es schwierig, Menschen von außerhalb, auch aus dem Ausland, die Slums nicht kennen, für die gravierenden Zustände zu sensibilisieren.

Laut Weltstatistik ist Brasilien das Land mit der höchsten Zahl an Morden – über 50.000 sind es laut amtlichen Angaben, doch die Dunkelziffer dürfte sehr hoch sein, da gerade Verbrechen in den Slums, wo der Staat nicht oder kaum präsent ist, gewöhnlich nicht registriert werden. Landesweit agierende Todesschwadronen richten besonders in den Elendsvierteln regelmäßig Blutbäder an. Nur etwa fünf Prozent der Mörder werden gefasst.

Nicht zufällig belegt Brasilien in der UN-Statistik über die Situation der humanitären Entwicklung lediglich Platz 84, Chile dagegen immerhin Platz 44, das benachbarte Argentinien Platz 45. Und wenn die Vertreter kirchlicher Hilfswerke aus Europa, zum Beispiel aus Deutschland, nach Brasilien kommen, um hier Hilfsprojekte zu finanzieren, stellt das die Erzdiözesen in Sao Paulo oder Rio de Janeiro vor die Frage:

Welche Slums kann man den Gästen zeigen, ohne deren Leben zu gefährden? Padre Juarez de Castro, jahrelang Sprecher der Erzdiözese Sao Paulos, kennt diese Probleme nur zu gut:

"Eigentlich ist ja die Regierung ist verpflichtet, für die Einhaltung der Gesetze zu sorgen – doch dies geschieht leider nicht. Und weil Brasiliens offizielle Regierung nicht effizient handelt und ein Machtvakuum zulässt, haben wir diese Banditendiktatur, das sind im Grunde genommen Parallelstaaten mit Parallelregierungen. Und als Kirche werden wir, wenn wir versuchen, dagegen an zugehen, massiv mit Gewalt attackiert. Vor allem in Nordbrasilien stehen viele Bischöfe und Priester auf Todeslisten, weil sie die Armen und deren Rechte verteidigen."

2006 hatte Brasiliens führende Verbrecherorganisation PCC erstmals den Slumgeistlichen in Sao Paulos ganz offen die Ermordung angekündigt – und es nicht bei Drohungen belassen. Der PCC hat in den Slums sogar Sondergerichte installiert, verhängt Todesurteile und verscharrt die hingerichteten Opfer auf geheimen Friedhöfen.

Für Sao Paulos deutschstämmigen Kardinal Odilo Scherer ist bedrückend zu sehen, dass immer wieder Priester in den Slums arbeiten, ermordet werden, weil sie von der Drogenmafia als geschäftsschädigend angesehen.

"Unsere Mission als Kirche ist, angesichts dieser Realität nicht die Courage zu verlieren, sondern immer wieder Initiativen zu ergreifen, die Zustände anzuprangern. Was wir nicht nur in Sao Paulo erleben, beobachten, ist sehr schmerzhaft – so viele Menschenleben gehen verloren."
Auch Bischöfe werden überfallen, als Geiseln genommen – im fernen Bahia überlebte der aus der Schweiz stammende Bischof Christian Krapf mit mehreren Priestern eine solche Einschüchterungsattacke:

"Wir wurden von den Banditen gefesselt, mussten uns auf den Boden legen, wurden stundenlang misshandelt. Die Gangster raubten den Diözesesitz aus, fuhren mit unserem PKW davon."

 

Eröffnung auf dem Gendarmenmarkt

Am Vormittag war die Lange Nacht der Religionen mit einem „Get together“ der Religionen auf dem Gendarmenmarkt eröffnet worden. Fast 300 Menschen kamen, um bei Brot, Süßigkeiten, Wasser und Fingerfood, das die Sikh-Gemeinde zu Berlin vorbereitet hatte, miteinander zu sprechen und zu feiern. Muslime, Christen, Buddhisten, Hindus, Sikhs und Angehörige anderer Religionen sowie Passanten und Touristen genossen den sonnigen Vormittag friedlich bei guter Musik der israelisch-iranischen Musikgruppe Sistanagila.

Als Abschlussveranstaltung der Langen Nacht der Religionen fand um 23.00 Uhr auf dem Gendarmenmarkt ein interreligiöses Friedensgebet statt. „Die Welt guckt auf Berlin an diesem Tag“, so eröffnete der hinduistische Vertreter sein Gebet für den Frieden. Bei diesem Friedensgebet zog der Koordinator der Langen Nacht der Religionen, Dr. Thomas M. Schimmel, ein erstes Resümee: „Die Lange Nacht der Religionen hat gezeigt, dass die Religionen zu Berlin gehören. Alle Religionen haben ihre Gebethäuser geöffnet und zum Gespräch eingeladen. Begegnung und Gespräch überwindet Fremdheit – ein wichtige Voraussetzung für das friedliche Miteinander in unserer Gesellschaft“. Thomas M. Schimmel hat auch langfristige Pläne: Er hoffe, dass im Reformationsjahr 2017 in allen großen deutschen Städten Lange Nächte der Religionen stattfinden. „Wir sind bereit, aus unserer Erfahrung hier Hilfestellung bei der Planung und Organisation zu leisten“ betonte er bei der Abschlussveranstaltung. „Wir dürfen nicht zulassen, dass eine Minderheit von Fundamentalisten und Extremisten das Anliegen aller Religionen, sich für Gerechtigkeit und Frieden einzusetzen, in üblem Maße diskreditiert“, erläuterte er weiter. Thomas M. Schimmel kündigte an, dass es auch 2015 in Berlin eine Lange Nacht der Religionen geben wird.

 

Friedhöfe im Wandel

 

 

http://www.derwesten.de/staedte/wattenscheid/gotteshaus-wird-zum-urnengrab-id6243406.html

 Ruhestätte unter Kirchendach

 http://www.stadtgottes.de/…/ausgaben/2012/11/themen/Grabesk…

 

 

 

 

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