Zeugnis

Datum: 13.09.2014
Autor: Miriam Hinrichs
Punksängerin Nina Hagen

Lies mal in der Bibel!

Dass sie jetzt zu Jesus gehört, zeigt Punklady Nina Hagen bei jeder Gelegenheit. Sie scheint angekommen zu sein bei einer Überzeugung. Und die vertritt sie nun seit einigen Jahren auf ihre Art: schrill, bunt und etwas provokant

In der Online-Zeitschrift «Chrismon» erzählte die Punksängerin: «Gott hat mich mit einer Liebe angeschaut, die kann man nicht beschreiben. Diese Erfahrung hat mich durch alle dunklen Täler getragen, die dann gefolgt sind. Verletzungen, Verleumdungen, gebrochene Herzen. Ich bete jeden Tag, beten ist etwas Wunderschönes!»

Gott hat mir das Leben geschenkt


Auf die Frage, in welchen Momenten sie sich lebendig fühle, antwortet Hagen: «Ich fühle mich seit der ersten Sekunde lebendig, und das wird immer so bleiben. Wen Gott einmal ins Leben gerufen hat, dem hat er die Chance für das ewige Leben gegeben. Danach sehnt sich der Mensch.»

Die Bibel, das Buch der Antworten

Dass ihr Glaube nicht aus dem Blauen heraus entstanden ist, erzählt die 59-Jährige offen. In allen Lebenslagen helfe ihr die Bibel. Und auch anderen empfiehlt sie dieses Buch immer wieder: «Wenn Sie Ihre Bibel mal in Ruhe durchlesen, würden Sie sich bestimmt auch von Jesus inspirieren lassen!», sagte sie schon einmal in einem anderen Interview. «Lesen Sie doch mal die Bibel! Lesen Sie doch mal, was Jesus so getan hat.»

So findet sie auch den Sinn ihres Lebens in den Worten von Jesus. «Selbstverständlich hat unser Leben einen grossartigen, fantastischen Sinn. Welchen? Sagen Sie mal, haben Sie noch nie in Ihrer Bibel gelesen? Haben Sie? Halleluja, dann wissen Sie doch, was der Sinn ist: die Liebe zu leben und weiter zu verteilen. Nur die Liebe und die Solidarität zählen.»

Gottes Gnade im Leben und im Tod

Derart getragen durch Gott fühlt sich Nina Hagen jeden Tag, dass sie auch keinerlei Angst vor dem Tod hat: «Nein, im Gegenteil. Lies nur schön die Bibel, und dann wirst du sehen, was unsere Verheissung ist. Ich habe darüber ein Lied geschrieben: 'Alle wollen in den Himmel, aber keiner hat Bock auf Tod.' Und selbst wenn es qualvoll wird, auch als Pflegefall kann man doch ein menschenwürdiges Leben führen. Es steht geschrieben, und so ist es doch auch: Wir Menschen sollen uns gegenseitig stützen und uns gegenseitig helfen. Wir sollten allerdings begreifen, dass wir in einer sterblichen Materie zur Welt kommen, um uns zu bewähren.», erzählt sie weiter. «Ob ich das Gefühl habe, mich bewährt zu haben? Das muss ich später unseren himmlischen Vater fragen. Ich versuche mein Bestes.»

Und wenn es dann mal doch nicht so klappt, hat sie ja immer noch Jesus, der den Weg zu Gott frei macht. Denn: «Jesus und mich gibt es nur noch im Doppelpack.»

 

    Als Lebensmüder zur Lebensfreude

 

In Berlin geboren erlebte ich eine unbeschwerte fröhliche Kindheit.

Irgendwann kam die Pubertät. Damit begann aller Kummer und Sorgen.

Ich fühlte mich nicht angenommen und fing an zu trinken. 5 Versuche eine Ausbildung zu beenden scheiterten. Es folgten neurotische Depressionen. Also wurde weiter getrunken um nicht die Sorgen eines Versagers zu bekommen. Ein häufiger Arbeitsstellen Wechsel machte es schwer festen Fuß zu fassen. In diesem Teufelskreis wurde ich Lebensmüde und landete nach dem ersten Selbstmordversuch in einer psychiatrischen  Klinik.

Hier versuchten die Ärzte mit Gruppentherapie mir zu helfen das Fehlverhalten zu erkennen.

Leider ohne Erfolg, die Therapie wurde abgebrochen.

Das Leben wurde mir gleichgültig . Mein Leben bestand nur noch aus Trinken  bis zum Schließen der Kneipe. Danach kam kurzer Schlaf und die Arbeit. Inzwischen war ich Hilfsarbeiter. Am Freitag ging es nach Arbeitsschluss in die Stammkneipe und nachdem Diese Feierabend machte ,weiter in den Samstag und Sonntag mit saufen.

Sonntag morgen marschierte ich nach Hause zum Schlafen. Da wurde durchgepennt bis Montagfrüh. Der Wecker schellte und es ging zur Arbeit. Nach Arbeitsende ging der Kreislauf wieder los. Kneipe, kurzer Schlaf ,Arbeit. Es folgten noch 2 Suizid versuche.

Der dritte Suizid sollte der Letzte werden. Danach wollte ich nie wieder aufwachen.

Des Lebens müde verließ ich Berlin mit einem 100% geplanten Suizid.

Die Schläuche für die Abgase von meinem Auto waren fertig  zugeschnitten und die Schlaftabletten besorgt. Dieses sollte mein Leben beenden.

Berlin wurde verlassen um nie wieder zurück zu kehren.

Das Bankkonto war schön überzogen um Geldsorgen zu vermeiden.

In der BRD haute ich noch einmal richtig auf den Putz. Reiste über Benelux nach Holland.

Hier begann eine merkwürdige Wende. Das Geld ging nicht aus und ich bekam eine unerwartete Lebensfreude. Oh, dachte ich, was soll das bringen ?

Ich wollte in der BRD bleiben und Arbeit suchen. Leider wurden damals Berlinern solches verweigert. Erst Wohnsitz und danach Arbeit. Meine Wohnung war ja in Berlin.

Wie also hier neu anfangen ? Nach langem Suchen landete ich in ein ledigen Wohnheim in Hagen. Betreiber war das Blaue Kreuz ev. Hier begegneten mir die ersten Christen aber auch das Elend der Mitbewohner. Ich wurde von der Heimleitung freundlich aufgenommen

Meine Mitbewohner waren fast alle Alkoholabhängig. Mensch wie geht es dir noch gut , dachte ich. Anfangs trank ich noch lustig mit. Aber dann wurde ich von einem trockenen Alkoholiker mit zum Gottesdienst der freien ev. Gemeinde in Hagen genommen.

Hier begegneten mir abermals Christen sehr freundlich mit Verständnis und Zuneigung.

Woher und wieso ? Diese Zuwendungen  waren mir nicht bekannt.

Also ging die Suche los. Ich empfing mit einmal Lebensfreude. Was war geschehen ?

Fragen über Fragen überraschten mich. Eine Antwort fand ich in der Stille auf dem Andreas Berg in Hagen – Haspe. Hier fragte ich nach Gott. Dieser Gedanke wurde sofort wieder verworfen. Aber er ließ mich nicht in Ruhe. Somit schaute ich zum Himmel und sagte: „Gott wenn es dich wirklich gibt dann nehme ich dich an.“ Im gleichem Atemzug folgte die Zusage:

„Aber dann lasse ich es nie wieder los.“

Das war die unerwartete Bekehrung !

Was folgte war mir noch nicht gewiss. Aber als Fazit kann ich nur sagen , es ging steil aufwärts und ich wurde reichlich vom „Herrn“ beschenkt.

 

Uwe Didszuhn

 

Verletzt

Mit 22 Jahren war mein Leben ein einziges Chaos, ich wusste nicht mehr weiter, mein Leben hing am Seidenen Faden. Damals wog ich nicht mal mehr 28 Kg, mein Körper war übersät von Blauen Flecken und zahlreichen Selbstverletzungsmalen. Ich hatte bereits drei Selbstmordversuche hinter mir die beide aus unerklärlichen Gründen scheiterten, sowie mehrere Klinikaufenthalte und Psychotherapien. Ärzte und Krankenversicherungen hatten mich aufgegeben u. wollten keine Therapien mehr bezahlen – sie hatten mich für "austherapiert" erklärt, was bedeutet: "sie wird nie wieder gesund". Meine ganze Familie wartete nur noch auf meinen Tod. Ich selbst hatte mich auch aufgegeben der Tod den ich so ersehnte, war die einzige Lösung um dem Kampf gegen mich selbst und das Leben.

Ich war verletzt, von meinen Eltern, Menschen in meinem Umfeld und von mir selbst. Zur damaligen Zeit war ich zerbrochen, voller Selbsthass und Hilflosigkeit und Trauer. Ich hatte keine Grundlage auf der ich mein Leben weiterleben wollte und konnte.

Da ich einem sehr christlichen Elternhaus aufgewachsen bin wusste ich schon immer, dass es Gott gibt und ich glaubte auch an ihn. Jedoch war dieser Gott ein Gott der mich straft, der mich verlassen hat, der mich vergessen hat, dem ich nichts recht machen kann, der so fern von mir ist. Meine Beziehung zu ihm war gestört und total schräg.

Im tiefsten inneren meines Herzens sehnte ich mich so sehr nach Liebe und Annahme, nach  Freiheit, Heilung und einer Identität. Ich sehnte mich nach etwas auf das ich vertrauen konnte und das meinem Lebenssinn gab, etwas auf das ich mein Leben bauen konnte! Was ich auch tat, wo ich es auch suchte ich scheiterte.

In einer Nacht begegnete mir Gott wie noch nie zuvor in einem Traum: Ein Mann kam in mein Zimmer und forderte mich auf: „Steh auf knie dich nieder!“ Ich tat wie er sagt und er holte eine Flasche feinstes Rosen Öl aus seinem Mantel und goss es mir über den Kopf, dann sagte er: „ Steh auf stell dich auf deine Füsse, denn Gott will und wird dich heilen und du sollst Segen für andere sein!“

Ich erwachte und war so klar wie schon lange Monate nicht zuvor: Ich betete laut: „Gott wenn du gerade zu mir geredet hast, dann lass mich erleben wie du mich heilst und ein Leben gibst was lebenswert ist und ein Fundament hat! Jesus bitte heile mich!"

Am nächsten Tag spürte ich eine unglaubliche Gewissheit in meinem schwachen Herzen, dass Gott mich heilen wird. Und so war es auch, dass ich am nächsten Tag  von einer Familie erfuhr die sich anboten, mich für ein Jahr bei sich auf zunehmen und mir zu helfen. Also nahm ich diese Möglichkeit war und zog zu dieser Familie für ein Jahr. Dort angekommen war ich immer noch am tiefsten Tiefpunkt meines Lebens. Es ging nichts vorwärts trotz Seelsorgerlichen Gesprächen und Essen. Es konnte ja auch nicht denn mein Körper war seit 11 Jahren von Essstörungen und Selbstverletzung mitgenommen und ausgemergelt.

Als ich nach einigen Tagen so schwach wie ich war einen Spaziergang quer durch einen Wald machte - kam ich unerwartet an ein einfaches Holzkreuz. Zum ersten mal in meinem Leben nahm ich dieses Kreuz, was ich so oft gesehen hatte sehr intensiv wahr. Ich blieb stehen und schaute zu dem Kreuz und es war mir als öffnete mir Gott meine Augen für das was dort für mich geschehen war zum ersten Mal.

Alles was ich in meiner sehr gläubigen Familie, in unzähligen Gottesdiensten, Jugendevents und dem frommen Gemeindealltag immer gehört hatte und selbst wusste- berührte mich zum ersten Mal  in meinem Herz.

Mir liefen nur so die Tränen über das Gesicht und ich wusste Jesus war die Lösung für mein Leben! Es brach aus mir heraus: Ich wusste Jesus ist es, der all das was ich mir selbst angetan hatte und andere mir angetan hatte am Kreuz getragen hat.

Ich betete: "Jesus wenn es dich wirklich gibt und du wirklich ein Gott bist der mich gewollt hat und mich liebt, dann bitte ich dich - hilf mir! Komm in mein Leben – mehr hab ich nicht zu geben als mein bisschen Leben! Ich schüttete ihm mein Herz aus. Ich klagte Gott an, wo er gewesen war in all den Jahren, warum er vieles in meinem Leben zugelassen hatte! Danach wurde ich ganz ruhig und spürte einen tiefen Frieden im Herzen. Eine Gewissheit dass Gott mich liebt mich gewollt hat und dass er mit mir durch alles was noch kommen wird hindurch geht.

Die Zeit des Heilungsprozesses war nicht einfach. Mein Unterbewusstsein hatte den emotionalen und körperlichen Missbrauch meines Vaters und das alleingelassensein von meiner Mutter verdrängt. Gott deckte ihn auf und heilte mich an meinem Körper und an meiner Seele. Ich konnte Vergeben und ganz frei werden. Auch mein schräges Gottesbild hat er gewandelt. Ich lernte ihn als den liebenden, treuen und perfekten Vater kennen und als besten Freund.

Er gab mir Menschen zur Seite die mich ermutigten, annahmen und förderten.

In den Jahren danach hab ich immer wieder erlebt wie gut Gott es mit mir meint. Wenn auch Krisen oder Herausforderungen kamen, spürte ich Gott mich trägt, mir hilft und für mich ist!

Heute darf ich mit einem wunderbaren Mann verheiratet sein, mit dem ich mein Leben teilen und gemeinsam Kirche bauen darf. Ich staune über die Wunder die Gott getan hat und heute noch tut!

 

Annette Tischler

 

 

 

 

 

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